ArlbergEnergie Wärmeservice   —›
24-Stunden-Service+43 5446 2358
kleine Überschrift:
ArlbergEnergie
Titel:
Wärmeservice
Text:


Link:


INFO EWA-Arbeiten Verwall 2019 Sommer - Winterbeginn

01.08.2019

Errichtung Infrastruktur Wagnerhütte:

Ausgelöst durch eine Intensivierung der Bewirtungsaktivitäten bei der Wagnerhütte (ehemaliges Rasthaus Verwall) wurde EWA mit der Bereitstellung der dafür erforderlichen öffentlichen Infrastruktur beauftragt. Dies umfasst neben einer Verstärkung des Stromanschlusses auch die Trinkwasserversorgung und Kommunikationsinfrastruktur.

Eine ganzjährig nutzbare Trinkwasserquelle ist zu erschließen. Die baulichen Maßnahmen zur Errichtung einer Quellfassung, einer ~800m langen Trinkwasserleitung, eines 10 m³ Hochbehälters inkl. der für den Anlagenbetrieb erforderlichen Überwachungs- und Steuereinrichtungen sind bis Oktober 2019 abzuschließen und betreffen weitgehend den Bereich der Rohrtrasse des WKW-Verwall. Dies gilt auch für die Bereitstellung einer, den heutigen Nutzeranforderungen entsprechende Kommunikationslösung sowie die Verstärkung des Stromanschlusses bei der Wagnerhütte.

Aufgrund der Nähe werden die Arbeiten auch bis zur „Hirtenhütte“ reichen.

Die erforderlichen Bauarbeiten werden im Bereich Arlenbach bis Wagnerhütte Mitte August 2019 starten und bis Oktober abgeschlossen sein. Zur möglichst geringen Beeinträchtigung der touristischen Nutzer ist die Bautätigkeit in mehrere zeitliche und räumliche Abschnitte unterteilt. Trotz dieser Planung ist von zeitweisen – vom tatsächlichen Baufortschritt abhängigen – Beeinträchtigungen der Nutzung des Fahr- und Gehwegs zwischen "Peischlbach- Kreuzung" und der Kreuzung beim "Holzlagerplatz" vis á vis Sperre Stausee Verwall auszugehen.


Erreichen des Stands der Technik beim Wasserkraftwerk Rosanna – Sperre Stausee Verwall:

Zur Wiederverleihung des Wasserrechts beim Wasserkraftwerk Verwall sind die heute gültigen technischen Normen für Wasserkraftanlagen mit Sperrwerken zu erfüllen. Die einzuhaltenden Normen, Gesetze und Regelwerke wurden in den letzten 30 Jahren weiterentwickelt und sind als wesentliche Voraussetzung für die Wiederverleihung zu erfüllen.

Beispielsweise stieg aufgrund geänderter Berechnungsmethoden das an der Sperre zu beherrschende maximale Hochwasser von 230 m³/s auf 300 m³/s. Die zusätzlichen 70 m³/s können nur durch ein offenes Gerinne abgeleitet werden. Üblicherweise wäre eine Betonwanne dafür ausreichend, in unserem Fall – aus landschaftsbildlichen Überlegungen – fiel die Wahl auf ein deutlich aufwändigeres Umgehungsgerinne mit Landschaftsteich. Aufgrund der Topografie vor Ort kann dieses nur auf der rechten Seite der Sperre errichtet werden. Vor Absenken des Geländes sind auf einer Länge von ca. 250 m die Straße und die sich in dieser befindlichen Kabel zur Stromableitung, Kommunikation und Notversorgung umzuverlegen. Diese Arbeiten werden heuer im (Spät-)Herbst erfolgen. Zuvor sind im Stausee Pylone, die über den höchsten Staupegel ragen werden, als Verklausungsschutz im Einlaufbereich des Hochwassergerinnes zu setzen.

Auch der Austausch des Rollschützes wurde aus geänderten wasserbautechnischen Standards erforderlich. Der Abbruch des „alten“ Rollschützes erfolgte heuer im Frühjahr. Am 22.07.2019 wurde mit den Vorarbeiten für den Einbau des „neuen“ Rollschützes, dessen Gewicht zur Normerfüllung mehr als verdoppelt werden musste, begonnen. Aufgrund der wasserseitigen Bauarbeiten musste der Pegel im Stausee deutlich abgesenkt werden. Dieser darf erst nach Abschluss der wasserseitigen Bauarbeiten, dem erfolgtem Einbau des neuen Rollschützes sowie der behördlichen Abnahme der Maßnahmen wieder auf die „gewohnte“ Höhe angehoben werden.

Entsprechend der derzeitigen Terminplanung sollte dies Anfang November sein. Voraussetzung zur Einhaltung dieses Termins ist eine „ungestörte“ Bauphase, insbesondere keine Starkniederschläge, die zu einem raschen Anstieg des Pegels im See führen würden. EWA hofft daher auf einen langen, nur mäßig nassen Sommer und Herbst.

Weitere Teilprojekte zur Erfüllung der Anforderungen aus dem geänderten „Stand der Technik“ werden im kommenden Jahr realisiert werden. Bei diesen ist dann voraussichtlich kein erneutes Absenken des Staupegels im See erforderlich.